Am 1. Adventswochenende lud die MG Gränichen einmal mehr zu ihren traditionellen Kirchenkonzerten in die reformierte Kirche Gränichen ein. An beiden Konzerten waren die Reihen erfreulich gut besetzt. Auch in diesem Jahr haben die Gränicher Musikantinnen und Musikanten unter der bewährten Leitung von Rita Ékes ein abwechslungsreiches Konzertprogramm einstudiert. Durch das Programm führte bereits wie im Vorjahr Daniel Lüthi, seines Zeichens Leiter der Musikschule Gränichen.

Nach einem getragenen Choral unter der Leitung des langjährigen Vizedirigenten, Jörg Lehner, wurde das offizielle Konzertprogramm - nun unter der versierten Leitung von Rita Ékes - mit Little Christmas Suite, einem Medley aus drei bekannten europäischen Weihnachtsliedern von Robert Finn eröffnet. Mit dem Hauptthema aus Game of Thrones arrangiert von Frank Bernaerts, entführte das Corps anschliessend das Publikum in die fiktive Welt dieser bekannten US-Fantasy-Fernsehserie. Im nachfolgenden Stück Pasadena wird die gleichnamige Stadt in Kalifornien musikalisch beschrieben. Im ersten, ruhigen Teil werden die eindrücklichen Villen der Stadt dargestellt. Der zweite Teil, im Swing- und Latin-Rock-Stile gehalten, umschreibt das traditionelle Footballspiel 'Rose Ball' am Neujahrstag.

Mit Cinderella's Dance von Karel Svoboda (arr. Kurt Gäble) - besser bekannt als Titelmelodie aus 'Drei Nüsse für Aschenbrödel' - machte die MGG anschliessend einen Abstecher in die Welt der tschechischen Märchenfilme aus den Siebzigerjahren. Manch einer im Publikum schloss bei diesen bekannten Klängen die Augen und schwelgte einige Minuten in wunderschönen Kindheitserinnerungen.

Mit The States of Water von Mario Bürki folgte das Hauptstück des diesjährigen Konzertprogramms. Der Komponist umschreibt in diesem Werk die verschiedenen Agregatzustände des Wassers - fest, flüssig und gasförmig - auf interessante Art und Weise und gespickt mit diversen 'Special-Effects'. Die MGG wird mit diesem tollen Stück übrigens am Kantonalen Musikfest in der 3. Stärkeklasse Harmonie an den Start gehen. Die Wettspiele der Harmonievereine finden am Wochenende vom 23./24. Juni 2018 in Laufenburg statt.

Im nachfolgenden Stück Winterland von Kees Vlak wird eine winterliche Landschaft beschrieben. Nach einer majestätischen Fanfare zur Einleitung wechselt der Komponist in einen 3/4-Takt und umschreibt darin das rege Treiben auf der Langlauf-Loipe. Nach einer ruhigen Mittagspause 'bei leichtem Schneefall' folgt der zweite Teil des Stücks, der die rasanten Abfahrten der Alpin-Skifahrer darstellt. Das kurzweilige Stück endet mit einer Reprise der majestätischen Einleitung.

Queen's Park Melody von Jacob de Haan wurde ursprünglich für eine Brass Band-Besetzung geschrieben. Dass das Stück problemlos auch von einer Harmoniebesetzung gespielt werden kann, zeigte die MGG eindrücklich auf. 

In Christmas Snow Songs arrangierte Peter Kleine Schaars drei amerikanische Weihnachtsklassiker zu einem fetzigen Medley. Dieses Stück forderte den Musikantinnen und Musikanten mit seinen eher ungewohnten Swing-Rhythmen und schnellen Läufen im Holzregister alles ab und kostete die Dirigentin während der Probenarbeit doch einiges an Nerven. Schlussendlich gelang die Aufführung dieses anspruchsvollen Stücks an beiden Konzerten aber überaus gut. 

Mit Celtic Crest aus der Feder von Christoph Walter endete das offizielle Konzertprogramm. Diese eingängliche Melodie wurde eigens für das Basel Tattoo komponiert und ist seit Jahren nicht mehr aus dem Tattoo-Programm wegzudenken. 

Der langanhaltende Applaus und die vielen zufriedenen Gesichter im Publikum waren ein deutliches Zeichen, dass das diesjährige Konzertprogramm einmal mehr auf Anklang gestossen ist. Mit Elgar's Theme, dem majestätischen Hauptthema aus dem weltbekannten Werk 'Pomp and Circumstances March No. 1 (Land of Hope and Glory)' von Sir Edward Elgar, wurde die gewünschte Zugabe gerne gewährt. Den traditionellen Schlusspunkt der beiden Konzerte bildete dann wie üblich Stille Nacht, vorgetragen bei Kerzenschein (bzw. LED-Pultleuchten). 

Die MG Gränichen bedankt sich an dieser Stelle nochmals bei allen Zuhörerinnen und Zuhörern für den Konzertbesuch und die vielen überaus positiven Feedbacks in den Tagen nach den Konzerten. - sp